BER vs. Schulpolitik
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Heutiger Stand

Im jetzigen Zustand des BER Flughafen ist es eine schwierige Angelegenheit zusammenzufassen, was genau hätte besser gemacht werden können, besser gesagt müssen. Wenn man das Geschehen und die momentane Situation versucht zu beurteilen, sticht vor allem eines stark hervor - die Sicherheitsvorkehrungen!

Das größte Problem der Realisierung des Flughafenbau scheint die Entrauchungsanlage zu sein. Diese Entrauchungsanlage schien nicht richtig eingestellt und eingebaut sein - die Technik versagte. Unter noch einigen anderen fehlerhaften Gebieten, funktioniert die Technik für die Brandschutzgardinen immer noch nicht, was einen weiteren Gefahrenfaktor birgt. Insgesamt kann man sagen, dass die Anhäufung der Defizite im Gebiet Sicherheit, auf völlige Inkompetenz bei der Planung zurückzuführen ist. Exakt diese Unfähigkeit, das Geschehen richtig zu beurteilen und einzuschätzen hat nun zur Folge, dass der Flughafen unfertig und massenweise Fehlerhaft ist.

Wenn man von den Sicherheitsvorkehrungen absieht, befindet sich der Rest des Flughafen auch in dieser Hinsicht noch immer in einem völlig unzufrieden stellendem Zustand. Es mangelt an Arbeitsmaterialien, ganze Gebäude und Abschnitte des Flughafen stehen am Anfang des Bau - und das nun mehrere Wochen nach dem eigentlichen Eröffnungstermin. Im Großen und Ganzen kann man wohl sagen, dass der Fehler in der Planung liegt, was zu Fehlern in der Realisierung führte. Wären die Bauherren und Aufsichtsratsmitglieder von Anfang an in der Lage gewesen, die Planungen ordentlich, realistisch und kompetent anzugehen und nicht auf eine solch Oberflächliche Art und Weise, wäre der Flughafenbau mit Sicherheit nicht eine Enttäuschung von solch unfassbarem Ausmaß gewesen wie diese - unser BER! Der kurz vor dem Ende unseres Projekts aktuellste Stand der Dinge wird an zwei Zeitungsmeldungen deutlich, die wir zitieren möchten.

"Auslöst worden waren die erneuten Zweifel am Eröffnungstermin durch ein Gutachten des auf Brandschutz spezialisierten Ingenieurbüros HHP Berlin, das bereits Ende Oktober auf Amanns Schreibtisch gelandet war und am Wochenende publik geworden ist. Darin wertete HHP den Eröffnungstermin wegen der anhaltenden Probleme als "kritisch". Amann selbst soll von dem Fazit überrascht worden sein, zumal zuvor nie von derart schwerwiegenden Problemen die Rede gewesen sein soll."
(Tagesspiegel am 13.11.2012, Horst Amann ist der neue technische Geschäftsführer und Verantwortliche für den Flughafen-Ausbau.)

"Die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg, Klaus Wowereit und Matthias Platzeck (beide SPD), haben nach Darstellung des brandenburgischen SPD-Bundestagsabgeordneten Peter Danckert fast zwei Jahre lang konkrete Warnungen vor einem Desaster mit dem neuen Hauptstadtflughafen BER ignoriert. Schon im August 2010 habe er Platzecks Staatskanzlei über eklatante Mängel auf der BER-Baustelle informiert, sagte Danckert am Sonntag dem Tagesspiegel. [...] Danckert sagte, er sei gleich dreimal mit seinen Warnungen, dass der Flughafen nicht rechtzeitig fertig und immer teurer werde, abgeblitzt."
(Tagesspiegel am 18.11.2012)


Quellen
Fröhlich, Alexander u.a.: Eröffnungstermin steht - unter Vorbehalt. Tagesspiegel. 13.11.2012
[http://www.tagesspiegel.de/berlin/flughafen-ber-eroeffnungstermin-steht-unter-vorbehalt/7384556.html] Stand: 21.11.2012
Fröhlich, Alexander u.a.: Eklatante Mängel auf der Baustelle - SPD-Politiker warnte Wowereit und Platzeck vor BER-Desaster.
Tagesspiegel. 18.11.2012 [http://www.tagesspiegel.de/berlin/eklatante-maengel-auf-der-baustelle-spd-politiker-warnte-wowereit-und-platzeck-vor-ber-desaster/7406886.html] Stand: 21.11.2012